MV 39

Weltberühmte englische Fregatte aus dem 18. Jahrhundert
(Sc. 1:64 L. 610 mm. H. 465 mm.)

Die Bounty, berühmte Fregatte der britischen Marine, ist untrennbar mit dem Namen ihres Kommandanten, Kapitän Bligh, und mit jenen denkwürdigen Geschehnissen verbunden, die die Besatzung des Schiffes in die offene Meuterei trieben: Mit Bestimmungsort Tahiti lichtete die Bounty im Dezember 1787 in Spithead die Anker. Auf der Heimreise machte sich Unruhe auf dem Schiff breit - Grund war die durch den Kapitän nach den Tagen des Müßiggangs auf Tahiti auferlegte, allzu strenge Disziplin. Die Unzufriedenheit an Bord gipfelte in offener Revolte: Der Bootsmann des Schiffes, Christian Fletcher, riss das Kommando an Bord an sich und setzte Bligh und 18 ihm treu ergebene Seeleute auf einer Schaluppe auf dem offener Meer aus. Nach gefahrvoller Reise über 4000 Meilen gelang es Bligh und seinen Mannen, die Insel Timor zu erreichen; von dort schifften sie sich dann nach England ein. Die Fregatte Bounty hingegen hatte wieder Kurs auf Tahiti aufgenommen; dort verblieb ein Teil der Besatzung in einer Art Paradies. Christian Fletcher steuerte seinerseits mit dem Rest der Seeleute die Insel Pitcairn an und wurde dort mit seinen Männern sesshaft.

Erst 20 Jahre später wurden die auf Tahiti verbliebenen Meuterer gefangen genommen und vor das englische Kriegsgericht gestellt, das allerdings nur 3 Männer verurteilte - alle anderen wurden freigesprochen.